About
Das Versprechen der elektronischen Musik, ohne musikalischen Kitsch durch den unerhörten, treibenden Bass in einen anderen Bewusstseinszustand geführt zu werden, wird auch in Zeiten der Kommerzialisierung immer noch eingelöst. “Manche Menschen wollen diese Musik der Liebe nicht – Bee Gees und so sexy Sachen. Sie wollen etwas, das zum Nachdenken anregt. Sie wollen mehr durch weniger.” Jeff Mills
V2C sucht diese Qualitäten elektronischer Kultur mit urbanen Räumen und dem konzeptionell-inhaltlichen Anspruch von Videokunst zu verschmelzen.
Als frühe Kinder des Medienzeitalters sind wir des ewigen Diktats der Narration in den Medien müde und sehnen uns danach, die große Kraft schlichter, assoziativer Bewegtbilder zu entfesseln. Jenseits der allgegenwärtigen Jagd nach technisch perfekten Illusionen und Überhöhungen in Kino, Fernsehen und Werbung möchte V2C das poetische Potential von Video erschließen. Uns treibt die Sehnsucht nach einer inhaltlichen, aber nicht narrativen Bildkommunikation, wie sie auch im Experimentalfilm zu finden ist.
Entscheidend hierbei ist die Fusion medialer Qualitäten aus den Sphären des Kinos, der Clubkultur und der bildenden Kunst. Vom Kino wollen wir die physische Präsenz der Bilder; aus dem Clubbing nehmen wir das Erlebnis und das Eintauchen mittels Tanz und Volumen; die Kunst schließlich schenkt und den Respekt gegenüber den Bildern.